Alternative Zahlungsmodelle: Bezahl dein Bier mit Gemüse aus dem Garten

Bei ANDERS|denken bin ich heute auf ein interessantes Pub an der englischen Ostküste gestossen: The Pigs in Edgefield.

Dabei ist weniger die Küche der interessante Faktor, als vielmehr die akzeptierten Zahlungsmöglichkeiten. Das soll jetzt nicht heißen, dass man da nicht gut essen könnte, denn es wird eine ehrliche, regionale Küche angeboten:

The Pigs is committed to providing honest food; locally sourced, skillfully prepared and reasonably priced. We hope to offer tastes and textures long since forgotten, what we call real food! We believe in buying local produce. Our meat is Norfolk reared, additive free, sourced directly from butchers and farmers practicing good animal husbandry. Fish is from the North Sea and is delivered daily, most of the game is from the Edgefield shoots, and the fruit and vegetables are from Norfolk farm shops. All our dishes are made from scratch here in The Pigs kitchen, and our aim is to feed you as efficiently as we can, so you leave well fed, replete and happy.

Der Knackpunkt ist die Akzeptanz von selbsthergestellten bzw. gefangenen bzw. gejagten Lebensmitteln als Zahlungsmittel.

An unusual barter system has been set up at The Pigs pub in north Norfolk after customers started bringing their home-grown produce into the bar. All sorts of fresh fruit, fish, meat and vegetables have been swapped for pints at the pub in Edgefield near Holt which now has a sign on the wall saying: „If you grow, breed, shoot or steal anything that may look at home on our menu, then bring it in and let’s do a deal!“

Wer also ordentliches Gemüse anbaut, einen tollen Fischteich oder einen vollen Karnickelstall hat, darf gerne mal bei The Pigs vorsprechen. Da lässt sich bestimmt doch ein tolles Menü rausschlagen. Das Essen kann von den guten Produkten sicher nur profitieren, denn das ist ja das A und O eines leckeren Gerichts. Und für das Pub ist das sicher auch von großem Vorteil, denn wie sonst kommt man an liebevoll gezüchtetes Obst und Gemüse, noch dazu zu vernünftigen Preisen. Auch die selbstgefangenen Fische oder das handaufgezogene Karnickel sind sicher von hervorragender Qualität.

Insgesamt ist das Pub ein tolles Beispiel, wie man auch ohne Geld vernünftige Geschäfte machen kann. Zwar nicht ganz und gar, denn die Brauerei wird sicher für das Bier bezahlt werden wollen. Aber zwischen den Naturalien-Händlern und Tauschwirtschaftlern sollte doch auch der ein oder andere zahlungskräftige Besucher sein, der „nur“ mit dem Pfund bezahlt.


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