Bewerbungs-Serie Teil 4: Was gehört in eine Bewerbungsmappe?

Auf den ersten Eindruck kommt es an! Bei einer Bewerbung ist das fast immer die Bewerbungsmappe. Doch gilt es, nicht nur Eselsohren, Kaffeeflecken und Rechtschreibfehler zu vermeiden. Auch inhaltlich kann man viele Fehler machen. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir für Sie eine Liste mit den wichtigsten Bausteinen zusammengestellt.

Bestandteile einer Bewerbungsmappe

  • Anschreiben
  • Arbeitszeugnisse
  • Berufsqualifizierendes Zeugnis
  • Lebenslauf
  • Foto
  • Sonstige Nachweise (z. B. Weiterbildungen)

Wichtig ist, dass Sie alle Arbeitszeugnisse einreichen. Selbst wenn sie schon lange zurückliegen. Zukünftige Arbeitgeber wollen wissen, was ehemalige Arbeitgeber über den Bewerber denken. Wenn ein Zeugnis fehlt, steht sofort die Frage im Raum: „Was ist denn da wohl vorgefallen?“

Nach Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) muss ein Foto nur nach ausdrücklicher Anforderung mitgeschickt werden. Wenn nichts Derartiges in der Stellenausschreibung verlangt wird, kann man sich ohne Bild bewerben. Dies soll verhindern, dass Bewerber bereits wegen ihres Aussehens abgelehnt werden. Jedoch denke ich, dass das Fehlen eines Bildes die gleichen Zweifel wecken könnte, wie das Fehlen eines Zeugnisses: „Warum schickt er/sie denn kein Foto mit? Er/sie muss ja wirklich sehr hässlich sein.“

Reihenfolge innerhalb einer Bewerbungsmappe

Der Aufbau einer Bewerbungsmappe ist standardisiert. Zuerst die Vorstellung im Anschreiben, dann der Lebenslauf und dann die Details. Der Leser hat so die Möglichkeit, schnell einen Überblick zu gewinnen. Wenn ein Bewerber eine andere Reihenfolge wählt, sucht der Leser unnötig lange nach den Informationen – ein Minuspunkt ist garantiert!

  1. Deckblatt – wenn gewünscht
  2. Anschreiben
  3. Lebenslauf
  4. Arbeitszeugnisse – das aktuelle zuerst, dann chronologisch zurückgehen
  5. Berufsqualifizierendes Zeugnis
  6. Sonstige Nachweise (Zertifikate, Bescheinigungen etc.)

Das Foto kann im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt erscheinen. Ich persönlich bin kein Freund von Deckblättern, da sie keine neuen Informationen liefern und die Bewerbung nur unnötig aufblasen. Aber das ist nur meine eigene Meinung. Wenn Sie sich einem hübschen Deckblatt besser fühlen: Nur zu! Schließlich soll die Bewerbungsmappe Ihre Persönlichkeit widerspiegeln.

In ca. zwei Wochen folgt ein weiterer Teil unserer Bewerbungsserie. Dann werden wir fünf Tipps für ein gutes Anschreiben geben.

Weitere Teile der Serie:

Teil 1 – Bewerbung: Wo finde ich interessante Job-Angebote und Infos?
Teil 2 – Wie werte ich Stellenanzeigen richtig aus?
Teil 3 – Selbstdarstellung: Warum sollte gerade ich den Job bekommen?
Teil 4 – Was gehört in eine Bewerbungsmappe?
Teil 5 – Fünf Tipps für ein gutes Anschreiben
Teil 6 – Fünf Tipps für einen guten Lebenslauf
Teil 7 – Besonderheiten bei der Online-Bewerbung
Teil 8 – Das Vorstellungsgespräch: Vorbereitung ist die halbe Miete
Teil 9 – Das Vorstellungsgespräch: Ein lustiges Frage- und Antwort-Spiel


3 Kommentare und 8 Trackbacks/Pingbacks

  1. […] Teil 4 der Bewerbungsserie folgt in zwei Wochen. Dann beantworten wir die Frage, was in eine Bewerbungsmappe gehört. […]

  2. […] ich interessante Job-Angebote und Infos? Teil 2 – Wie werte ich Stellenanzeigen richtig aus? Teil 3 – Selbstdarstellung: Warum sollte gerade ich den Job bekommen? Teil 4 – Was gehört in ei… Teil 6 – Fünf Tipps für ein gutes Anschreiben Teil 7 – Fünf Tipps für einen guten […]

  3. 3. Oli

    Kommentar vom 13. Mai 2011 um 22:51

    Sehr schöne und hilfreiche Serie. Kompliment !

  4. 4. Ruth

    Kommentar vom 16. Mai 2011 um 10:49

    Hallo,

    vielen Dank für die „Bewerbungs-Serie“. Ich finde sie sehr hilfreich.

    Eine Frage noch: Was für Bewerbungsmappen soll man verwenden? Reichen einfache Klemmmappen? Oder werden die 3-teiligen Mappen bevorzug?

    Grüsse

  5. 5. Sandra Schwarz

    Kommentar vom 16. Mai 2011 um 13:56

    Hallo Ruth,

    vielen Dank für Ihre Nachfrage. Im Grunde spielt die Art der Mappe keine Rolle. Die dreiteiligen Mappen bieten zwar etwas mehr Überblick für den Empfänger. Jedoch wird Ihnen niemand böse sein, wenn Sie eine nicht ganz so teure, aber genauso ordentliche „einfache“ Mappe einreichen.

    Wichtig ist, dass alles ordentlich aussieht und in neutralen Farben gehalten ist. Also lieber eine blaue, schwarze oder graue Mappe verwenden als eine rote oder gelbe. Zwar fallen die grellen Farben besser auf – Personaler wittern aber schnell Paradiesvögel, die sich nicht an Regeln halten.

    Viele Grüße
    Sandra Schwarz

  6. […] richtig aus? Teil 3 – Selbstdarstellung: Warum sollte gerade ich den Job bekommen? Teil 4 – Was gehört in eine Bewerbungsmappe? Teil 5 – Fünf Tipps für ein gutes Anschreiben Teil 6 – Fünf Tipps für einen guten Lebenslauf […]

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