Bewerbungs-Serie Teil 6: Fünf Tipps für einen guten Lebenslauf

Das Anschreiben einer Bewerbung ist die Eintrittskarte – der Lebenslauf ist die zweite Stufe. Wenn das Anschreiben gut ist, lesen Personalverantwortliche weiter. Der Lebenslauf ist dann ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch. Viele Dinge kann man hier falsch machen… aber nicht, wenn man unsere fünf Tipps befolgt.

Selbstverständlich dürfen auch im Lebenslauf keine Rechtschreibfehler auftreten. Eine ordentliche Form ist außerdem sehr wichtig. Alles muss schön geordnet sein und einheitlich aussehen. Die einzelnen Themen sollen in Blöcke zusammengefasst werden – Persönliches, Beruflicher Werdegang, Ausbildung, weitere Kenntnisse. Der Leser bekommt so eine bessere Übersicht. Darüber hinaus gibt es fünf weitere Punkte, die Sie beachten sollten:

Fünf Tipps für einen guten Lebenslauf

  1. Die Würze liegt nicht in der Kürze!
    Beschreiben Sie ausführlich, was genau ihre Aufgaben waren. Wenn Sie nur „Sachbearbeiter“ schreiben, zeigen Sie zu wenig Profil. Listen Sie Ihre wichtigsten Tätigkeiten auf und zeigen Sie deutlich, was sie alles können! Allerdings müssen Sie dies nur bei Ihren letzten beiden beruflichen Stationen machen – was länger zurückliegt, können Sie kürzen.
  2. Schreiben Sie einen passgenauen Lebenslauf!
    Die Zeiten sind vorbei, in denen man bei jeder Bewerbung dasselbe Dokument verschickt hat. Nicht nur das Anschreiben, auch der Lebenslauf sollte genau auf die Stellenausschreibung passen. Übernehmen Sie daher Formulierungen aus der Ausschreibung, wenn es sich anbietet. Und heben Sie die gewünschten Qualifikationen hervor.
  3. Mut zur Lücke? Bloß nicht!
    Ein Lebenslauf muss immer lückenlos sein. Ihr Nebenjob als Kellner vor fünf Jahren ist Ihnen peinlich? Muss er nicht! Alles ist besser, als eine Lücke im Lebenslauf. Listen Sie alle Tätigkeiten auf – selbst wenn sie nichts mit der Stelle zu tun haben.
  4. Positiv schreiben und Aktivität zeigen
    Sie waren einmal arbeitslos? Dann muss auch das in den Lebenslauf. Aber schreiben Sie nicht „arbeitslos“, sondern „arbeitssuchend“ – das suggeriert, dass sie sich aktiv um eine Stelle bemüht haben. Außerdem sollten Sie zeigen, dass Sie während dieser Zeit nicht auf der faulen Haut lagen. Nennen Sie Weiterbildungen (z. B. durch das Arbeitsamt) oder Aushilfstätigkeiten, die in diese Zeit fielen. Ähnlich sollten Frauen vorgehen, die einen Erziehungsurlaub hinter sich haben. Zeigen Sie, dass Sie auch während dieser Zeit beruflich aktiv waren.
  5. Werden Sie persönlich!
    Durch Ihren Lebenslauf will Sie ein potenzieller Arbeitgeber kennenlernen. Ein Foto schadet dafür nicht. Aber bitte keines, dass Sie auf der Couch oder im letzten Urlaub zeigt. Auch wenn man heutzutage alles mit Photoshop bearbeiten kann: Lassen Sie professionelle Bilder machen! Das zeigt Respekt und Engagement. Zudem sollten Sie Ihren Lebenslauf unterschreiben. Ort, Datum und Unterschrift. So unterstreichen Sie, dass der Lebenslauf nur für diese eine Bewerbung geschrieben wurde – naja, zumindest Teile davon!

In zwei Wochen widmen wir uns der Frage, was man speziell bei einer Online-Bewerbung beachten muss.

Weitere Teile der Serie:

Teil 1 – Bewerbung: Wo finde ich interessante Job-Angebote und Infos?
Teil 2 – Wie werte ich Stellenanzeigen richtig aus?
Teil 3 – Selbstdarstellung: Warum sollte gerade ich den Job bekommen?
Teil 4 – Was gehört in eine Bewerbungsmappe?
Teil 5 – Fünf Tipps für ein gutes Anschreiben
Teil 6 – Fünf Tipps für einen guten Lebenslauf
Teil 7 – Besonderheiten bei der Online-Bewerbung
Teil 8 – Das Vorstellungsgespräch: Vorbereitung ist die halbe Miete
Teil 9 – Das Vorstellungsgespräch: Ein lustiges Frage- und Antwort-Spiel


3 Kommentare und 5 Trackbacks/Pingbacks

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  4. 4. Dominique

    Kommentar vom 9. Juni 2011 um 11:42

    sehr schöner beitrag. sind gute tipps dabei. mich als mami betrifft vor allem das mit dem erziehungsurlaub. vielen dank!

  5. 5. christiane

    Kommentar vom 17. Juni 2011 um 12:15

    Hallo, sehr guter Beitrag. Ich finde es schon wichtig das hier verdeutlicht wird wie z.Bsp. bei Tipp 1, dass man nicht nur „Sacharbeiterin“ in die Bewerbung schreibt, sondern ausführlich beschreibt was genau die Tätigkeit als Sacharbeiterin war. Daran können sich Personalchefs einen Eindruck machen,was wirklich das Arbeits-Umfeld war. Die anderen Tipps muss man sagen sind auch sehr hilfsreich und wenn man so seine Bewerbung schreibt, dürfte man keine Probleme haben einen Job/Arbeit zu bekommen.

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  8. 8. Lulu

    Kommentar vom 3. August 2011 um 11:58

    Ich geb Dominque Recht. Ich wusste auch nie, ob und wie ich meinen Erziehungsurlaub in den Lebenslauf einbeziehen sollte. Danke für die tollen Tipps!

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