Finanzmarktkrise: Island erhält vom IWF 2,1 Mrd. Dollar
24. Oktober 2008 von Marc Schmidt | 1 Kommentar
Der Internationale Währungsfonds (IWF) unterstützt nun Island mit einem Kredit über 2,1 Mrd. Dollar. Der IWF will laut der Pressemitteilung den drohenden Bankrott des Inselstaates verhindern.
Island hatte aufgrund der Finanzmarktkrise die drei größten Banken des Landes, Landsbanki, Glitnir-Bank und Kaupthing Edge, verstaatlicht und die Einlagen eingefroren. Damit wurden weltweit Anleger in Bedrängnis gebracht. Während Großbritannien und die Niederlande in großem Stil ihren Bürgern zu Hilfe sprangen und für die Einlagen bürgten, kam es in der Schweiz sogar schon zu ersten Auszahlungen. In Deutschland und Österreich wissen die Kunden noch immer nicht, was Ihnen bevorsteht, allerdings wird seitens der Bundesregierung versucht zumindest die Mindestsicherung von 20.887 Euro durchzusetzen. Neben einer Wiederherstellung des Bankensystems soll vor allem auch die eingebrochen isländische Krone gestützt werden.
Unterdessen hat der IWF angekündigt, neben der Unterstützung Islands auch mit anderen Staaten Verhandlungen über finanzielle Unterstützung zu führen. Dabei werden vor allem Ungarn, aber auch Pakistan, die Ukraine und Weißrussland aufgeführt.
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geschrieben am Freitag, den 24. Oktober 2008 um 22:43 Uhr
Kategorien: Politisches, Leben und Alltag, Private Finanzen
Tags: Finanzmarktkrise, Island, IWF, Rezession





1. Christel Weiher
Kommentar vom 25. Oktober 2008 um 14:01
Die Frage ist, was das bringen soll, wenn der IWF jetzt Geld in Island Banken pumpt. Die haben sich einen Reibach gemacht, keiner weiß, wo das Geld geblieben ist und nun werden sie auch noch für ihre schlechte Arbeit belohnt. Die Verstaatlichung der Banken durch die isländische Regierung wirft kein gutes Bild auf dieses Land, das einstmals freundschaftlich mit Deutschland verbunden war. Schade, dass Freundschaften auch auf Länderebene so bitter zerstört werden können.