Der Wahnsinn naht – Warum werden vor Weihnachten alle so bekloppt?

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles aus. Weihnachten = Wahnsinn! Zumindest wenn man die Zeit davor in einer Innenstadt oder sonst in der Nähe eines Einzelhandesunternehmens verbringt. Jedes Jahr wird so getan, als wenn das Weihnachtsfest ganz überraschend in diesem Jahr auf den 24.12. fällt… und vier Wochen vorher gibt es bereits NICHTS mehr.

Aber es fängt ja eigentlich schon im September an, kaum dass sich die Badesaison dem Ende entgegen neigt. Da läuft man unbedarft an der Kasse entlang und wird von langen Karton-Reihen von Lebkuchen und Dominosteinen fast angefallen. Es folgt noch ein kurzes Intermezzo der Halloween-Artikel und schon kann die Weihnachts-Offensive starten. Neben riesigen Mengen unglaublich furchtbarer und kitschiger Weihnachtsartikel kommen auch die zahllosen „Schoko-Innovationen“ auf den Markt – wer wollte nicht schon immer mal den Weihnachtsmann aus weißer Schokolade gefüllt mit Printen und Schokolinsen, das ganze getränkt in Weihnachtspunsch – da schüttelst mich ja gleich!

Aber es geht ja weiter, wenn in den Läden so richtig zum Halali geblassen wird, dann werden innerhalb kurzer Zeit auch die „normalen“ Menschen angesteckt. Wunschzettel werden abgefragt, plötzlich will jeder einem was schenken, am besten das tollste und überraschenste Geschenk auf Erden, und die Familie macht sich Gedanken wie man das Fest dieses Jahr unvergesslich machen kann.

Apropos Geschenke: Mir ist immer noch schleierhaft wer auf die Idee kam, einmal im Jahr Unsummen Geld auszugeben um sich dann gegenseitig Dinge zu schenken, die man eh nicht braucht. Gut Kinder „brauchen“ vielleicht ein zweites Fest neben dem Geburtstag um sich die vielen Wünsche erfüllen zu lassen. Aber erwachsene Menschen zermartern sich das Gehirn um die besten Geschenkideen und landen dann doch meist bei einfaltslosen Dingen wie Gutscheinen aus dem Elektromarkt, dem „tollen“ Essig und Öl-Bündel oder vielleicht sogar dem berüchtigten SOS-Geschenk (Schlips, Oberhemd, Socken). Naja ich werde dieses Jahr nichts verschenken – nehme ich mir zumindest vor.

Aber wahrscheinlich steh ich zwei Wochen vor Heiligabend eh wieder in der Stadt…Zum Geschenkewahnsinn passend habe ich heute übrigens zwei schöne Geschichten gelesen:

Es geht wieder los beim law blog

und

Darum habe ich dich mitgenommen! beim Kopfschüttel-Blog

In diesem Sinne: Frohes Fest!


1 Kommentar

  1. 1. Frederik

    Kommentar vom 3. Dezember 2008 um 20:55

    Hui, nichts zu schenken kommt einem freiwilligen Exil aus der Gesellschaft gleich. Hut ab! Übrigens verschenke ich zu Weihnachten auch nichts mehr, schon etwas länger – bisher hat sich niemand beschwert, weil meine Umarmungen und meine Anwesenheit scheinbar auch Gold wert sind. Übrigens sind solche Gesten immer Gold wert und um einiges günstiger als der gepunschte Weißnachtsmann mit Printendeko!

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