“notleidende Banken” wird zum Unwort des Jahres erklärt
20. Januar 2009 von Marc Schmidt | 1 Kommentar
Zum 18. Mal wurde am Dienstag das “Unwort des Jahres” gewählt. Für 2008 wurde dabei selbstverständlich ein Wort zur Finanzkrise ausgewählt:
“notleidende Banken”
Nach Ansicht der Jury, die ihre Begründung bei unwortdesjahres.org veröffentlichte, stellt diese Formulierung “das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise rundweg auf den Kopf. Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert.”
Ebenfalls diskutiert wurden die Formulierungen:
“Rentnerdemokratie”
Ein Wort von Altbundespräsident Roman Herzog zur demografischen Entwicklung in Deutschland.
“Karlsruhe-Touristen”
Dieses Wort stammt Rainer Wendt, dem Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft, und betrifft Politiker, die wegen Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen schon einmal vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegangen waren.
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geschrieben am Dienstag, den 20. Januar 2009 um 11:15 Uhr
Kategorien: Blogs & Medien, Politisches, Leben und Alltag
Tags: Finanzmarktkrise, Gesellschaft für deutsche Sprache, Unwort des Jahres





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[...] Dank der Abwrackprämie (das wird garantiert nach “notleidene Banken” das neue Unwort des Jahres) soll das ja alles anders werden. Wobei der ein oder andere Autobauer ja noch nachhelfen muss und [...]