“Vorfall” Geldkrieg.de – Einige Überlegungen…
6. Februar 2009 von Thomas Heinrich | 1 Kommentar
Letzte Woche kündigte ich ja bereits meine Gedanken zum erneuten Besitzerwechsel von Geldkrieg.de an und möchte dies gerne heute umsetzen.
Nun, was ist passiert? Eine kurze Zusammenfassung: Der ursprüngliche Gründer und Eigentümer des Blogs David wollte aus zeitlichen Gründen das Bloggen einstellen und seinen Blog Geldkrieg.de zuerst aufgeben, dann aber doch sein Baby nicht in den Brunnen werfen und hat es zum Verkauf angeboten. Interessenten waren offenbar genügend da, denn wie man sehen konnte/kann hat der Blog Potential, um zumindest ein ordentliches Nebeneinkommen damit erwirtschaften zu können.
Es hatten sich dafür auch 2 Jungs gefunden, die sich laut gemachter Angaben gerne etwas ergänzend zu ihren anderen Webprojekten in der Blogosphäre umsehen und Geldkrieg somit ein weiteres Bestehen im WWW sicher wollten. So sah es zumindest für viele (alle?) aus und jeder war gespannt, wie es weitergehen würde, nachdem ja auch entsprechende Ankündigungen der neuen Besitzer gekommen sind.
Nach einem kurzen Erscheinen in der Bloglandschaft kam jedoch die plötzliche Meldung, dass Geldkrieg.de so doch nicht weitergeführt werden wollte und die Seite wiederum zum Verkauf angeboten wurde… Nach einem relativ kurzen Zeitraum eben.
Nun gut, soweit grob zu den geschehenen Ereignissen. Die Aktion der ehemals neuen Besitzer sorgte jedoch für einige Unruhen in der Bloglandschaft. Dieser “Wirbel” um den erneuten Verkauf war/ist auch der Anlaß für meinen Artikel.
Zunächst muß man sich aber erst einmal Gedanken machen, warum es denn diesen “Wirbel” überhaupt gibt? Jemand hat sich letztendlich doch nur das zu Herzen genommen, was der Blog als Thema hat: “Geld verdienen im Internet”
. Aber Spaß beiseite.
An sich ist ja zu dem Vorhaben, mit Webseiten Geld verdienen zu wollen, nichts zu sagen. Es gibt ja verschiedene Methoden dies zu tun, und es gibt Situationen im Leben, da ändern sich eben Umstände. Umstände, die man auch keinem erklären will. Eventuell kommt es hier aber auf die Art und Weise an, wie man sich präsentiert (hat). Eine andere Kommunikation hätte hier sicher nicht geschadet, andererseits: Wäre so ein Vorhaben (sollte es denn geplant gewesen sein) überhaupt von der Community akzeptiert worden, ohne dass der “Neue” in der Luft zerfleischt worden wäre?
Interessanterweise nehmen es einige Leser fast persönlich, wenn einer seinen Blog verkauft oder nur mit dem Gedanken spielt, siehe auch einige Kommentare beim basicthinking-Verkauf. Denn es taucht hier plötzlich ein Phänomen auf, was durch die Anonymität des Internets durchaus verloren geht: Die ganze Geschichte bekommt wieder einen etwas persönlicheren Anstrich. (Stamm-)Leser identifizieren sich mit dem Gründer/Besitzer/Schreiber eines Blogs und wollen von genau dem “bedient” werden, und nicht von XY, der ja eigentlich mit dem Blog nix zu tun hat.
Insofern ist das Internet, nicht zuletzt auch aufgrund des Social-Hypes, hervorragend dazu geeignet, unser Leben doch wieder etwas persönlicher zu machen. Ist es nicht das, wonach wir alle suchen…?!
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Info zum Beitrag
geschrieben am Freitag, den 6. Februar 2009 um 12:07 Uhr
Kategorien: Blogs & Medien
Tags: Übernahme, Besitzer, Blog, Geldkrieg, Internet, Leser, verdienen, Verkauf






















1. Christian
Kommentar vom 9. Februar 2009 um 13:55
Also die ganze Sache hört sich ja echt toll an. Aber der vorletzte Absatz da musste ich dann schon etwas schmunzeln. Ich denke nämlich nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Es gibt Blogs, die wirklich sehr privat sind und in denen auch die Leute sehr gerne gehen, weil eben ein sehr persönliches Verhältnis besteht. Es gibt aber auch Blogs in denen das nicht so ist. Und ich würde nicht sagen, dass man das allein an einem Verkauf nicht fest machen kann. Und ich würde weiterhin sagen, dass es nur die Gewohnheit ist, die der Mensch in sich trägt und der uns dazu veranlasst, dass wir eben das Muster nicht ändern wollen. So auch die Besitzer der Blogs. Ich hoffe, dass ich mich irgendwie verständlich ausdrücken konnte.