Von der Sauna ins Krankenhaus

Ein persönlicher Blog lebt vor allem von einem. Von persoenlichen Geschichten. Und da ich diese Woche etwas fuer mich Ungewoehnliches erlebt habe, will ich unseren Lesern davon erzaehlen.

Normalerweise trainiere ich ca. 6mal die Woche mit anschliessendem Saunagang. So sollte es auch am Dienstag dieser Woche sein. Trainiert, Sauna, danach eine eiskalte Dusche und dann wollte ich eine kleine Runde im Ruheraum einlegen, als ES passierte. Herzrasen ohne Ende, gefuehlte Stunden, tatsaechlich nurt einige Minuten. Dennoch Minuten, die mich nervoes und panisch werden liessen, da es nicht aufhoerte. Alles was mit dem Herzen zu tun hat, ist eine ernste Angelegenheit und ich bin sicher keiner, der gerne einen Notarzt kommen laesst, doch in diesem Moment wusste ich keinen anderen Ausweg mehr, denn das Herzrasen wollte einfach nicht aufhoeren.

Nette Trainingspartner haben mich in diesem Moment unterstuetzt, standen mir beiseite und haben sich darum gekuemmert, dass schnellstmoeglich ein Arzt beikommt. 5m spaeter war der Notarzt inklusive Rettungswagen da, gaben mir eine Spritze samt Infusion um den Koerper wieder zur Ruhe zu bringen. Langsam wurde es besser, ganz langsam. Dennoch empfahlen sie mir, mit ins Krankenhaus zu kommen, um alles abzuchecken. Gesagt, getan.

Am folgenden Mittwoch wurden viele Untersuchungen gemacht, Herzultraschall, Bauchultraschall, BelastungsEKG, LangzeitEKG, Blutuntersuchungen, Urinproben usw. Ich war in dem Moment richtig gluecklich im Krankenhaus zu sein. Komisch das zu sagen, aber so war es. Man moechte nur noch geholfen bekommen und wuerde in dem Moment alles dafuer geben.

In der Zwischenzeit alleine im Zimmer gehen einem jede Menge Gedanken durch den Kopf, Gedanken, warum ich diesen Eintrag ueberhaupt schreibe. Man hat jede Menge Zeit ueber alles nachzudenken. Alle Wuensche und Begierden, die man unter normalen Umstaenden verfolgt, stellt man wieder einmal in Frage. Vorwiegend das, was wir im alltaeglichen Leben als erstrebenswert erachten. Erfolg, Geld, Materielles usw. Irgendwie gibt es doch einen Spruch, der, wenn ich es richtig weiss ungefaehr folgendermassen geht – Gesundheit ist alles und ohne Gesundheit ist alles nichts.

Ohne PC, Internet usw. ist so ein Tag in einem Krankenzimmer unendlich lang, man kann nicht einmal die Ruhe geniessen, weil man so konditioniert ist, dass man staendig etwas zu tun haben muss. Wann habt Ihr das letzte Mal eine Stunde lang nichts gemacht – NICHTS. Kein TV, kein Internet, kein Buch, einfach nichts. Ein absolut komisches Gefuehl. Man ist im Prinzip in sich drin so dermassen leer, dass man nicht weiss, was man denken, was man machen soll. Was das alles so und wer man eigentlich ist, wenn man mal nichts zu tun hat. Und ab dann kann es sein, dass es richtig anfaengt weh zu tun… darueber aber an anderer Stelle mal etwas mehr…


6 Kommentare und 1 Trackback/Pingback

  1. 1. dg77

    Kommentar vom 3. Mai 2009 um 10:28

    gut,…sehr gut….text dazu kommt bis uebermorgen;)

  2. 2. dg77

    Kommentar vom 5. Mai 2009 um 09:05

    on line…

  3. 3. Hein

    Kommentar vom 5. Mai 2009 um 14:17

    Hi Dogger,

    habe Deinen Text gelesen… wie immer 2 Männer, 1 Gedanke…

    Grüße

    Thomas

  4. 4. dg77

    Kommentar vom 8. Mai 2009 um 10:20

    Hauptsache, Dir gehts wieder besser…

    Aber was die Sache mit den „Männern“ angeht: Ich sehe jeden morgen in den Spiegel….und hinter Glatze und Bart tobt immer noch der kleine Junge…;)

  5. 5. Hein

    Kommentar vom 8. Mai 2009 um 13:21

    …ich kann Dir da wohl wieder nur zustimmen… 🙂

    und das wird wohl auch so bleiben…

  6. 6. Thomas Hein

    Kommentar vom 26. Mai 2009 um 10:32

    …und heute kam die Rechnung dazu… das war ein teurer Wellness-Tag… 🙂

    Grüsse

    Thomas

  7. […] meines Krankenhausaufenthaltes habe ich in einem Infoheft einen interessanten Artikel gelesen, in dem es um ein […]

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