Ist mein Job durch die Finanzmarktkrise und die drohende Rezession bedroht?

Eine Rezession ist für Angestellte immer ein Risiko, aber wie stark diese Rezessen nun ausfallen wird ist noch völlig unklar. Ebenso unklar ist, wie sich diese Rezession auf die Beschäftigungsentwicklung auswirkt. Zunächst einmal sollte man nicht von Massenentlassungen ausgehen, denn die bisher in den Medien oft als erste Opfer der Finanzmarktkrise genannten Automobilkonzerne stecken schon seit langem in der (Sinn-)Krise und haben hierfür nun einen passenden Sündenbock gefunden. Nach langen Spitzenjahren fällt man nun auf ein Normalmaß zurück. Das merken interessanterweise alle Automobilhersteller der Welt. Sei es Branchenführer Toyota in Japan oder die US-Riesen GM und Ford oder auch hierzulande VW, BMW oder Daimler. Ein von der Automobilwirtschaft abhängiges Land wie Deutschland ist dabei natürlich besonders betroffen.

Die Gründe für den Absatzrückgang sind vielfältig: Das Hauptproblem ist vor allem der anhaltend hohe Ölpreis und die Endlichkeit der Ölvorräte. Darauf haben die meisten Automobilhersteller noch immer keine passende Antwort gefunden. Einzelne Experimente mit Elektromotoren im Smart oder Mini sind noch ein großes Stück von einer Serienreife entfernt. Und auch solche Innovationen wie der von mir schon hier vorgestellte Tesla Roadster brauchen noch einige Zeit, bis sie Massentauglich sind.

Um aber wieder auf den einzelnen Angestellten zurück zu kommen. Rezessionszeiten sind immer mit Einschnitten verbunden. Darauf muss und kann man sich einstellen. Ich will jetzt hier nicht über das private Budget sprechen – das habe ich schon mehrfach getan (1, 2, 3, 4). Diesmal soll es darum gehen, wie man sich im Job auf Probleme vorbereitet.

Eigene Fitness aufbauen

Spätestens in Krisenzeiten sollte man fit sein. Nur wer auch körperlich fit ist, meistert auch geistig möglich Probleme. Das beinhaltet natürlich auch alle Fragen der Gesundheit. Ein körperlicher Ausgleich zu einem stressigen Bürojob kann Wunder wirken!

Ohren offen halten und agieren

Man sollte immer wissen, was im Unternehmen gerade diskutiert wird. So kann man früh auf Einsparpläne agieren und schon in der Planungphase Vorschläge mit einbringen. Dabei kann man vielleicht auch drohende Probleme für einen selbst im Vorfeld noch abwenden. Auf jedenfall zeigt man, dass man für das Unternehmen da ist.

Initiative zeigen

Wie schon geschrieben ist es gut, im Vorfeld von Entscheidungen noch agieren zu können. Noch besser ist es allerdings, wenn man Initiative zeigt, Problemfelder ausmacht und gleich Lösungsvorschläge ausarbeitet. Im Übrigen lassen sich Einsparungen viel besser von „unten“ nach „oben“ durchsetzen als umgekehrt. Jeder einzelne weiß schließlich am ehesten Bescheid, wo in seinem Bereich „Luft“ ist.

Nischen suchen

Was für den Selbständigen gilt, ist auch für den Angestellten anzuwenden. Jedes Unternehmen hat (Nischen-)Aufgaben, die ungern übernommen werden, aber dennoch notwendig sind. Wenn man sich auf so einem Gebiet zum „Experten“ mausert, ist man vielleicht im Krisenfall durch seine „Alleinstellungsmerkmale“ vor größeren Einschnitten geschützt. Wichtig ist, dass man die „neue“ Aufgabe ernst nimmt und voller Elan ausfüllt.

Marktwert erhöhen

Wenn man unternehmensspezifisch einzigartiges leisten kann, gilt das auch für außerhalb des Unternehmens. Durch gezielt Schulungen und Fortbildungen – am besten in schwierigen Randbereichen, macht man sich auch für andere Arbeitgeber interessant und steigert seinen Marktwert. So kann eine mögliche Entlassung schnell zu einem neuen Job führen. Denn nur Mitarbeiter mit „besonderen“ Kenntnissen sind auch in Krisenzeiten gefragt. Aber auch bereits vor einer solchen Entlassung kann so ein Jobwechsel möglich werden!

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