Wenns ums eigene Geld geht: Geduld, Disziplin und Durchhaltevermögen

Geduld, Disziplin und Durchhaltevermögen, sind nur drei der vielen Attribute, die man als erfolgreicher Anleger an den Tag legen sollte. Meiner Meinung nach bestimmen sie fast ausschließlich über den Erfolg in diesem Bereich. Unspektakulär ohne Ende. Aber hält man sich nicht daran, wird die Niederlage definitiv nicht weit sein. Allerdings wird man hier sehr wenig bis eigentlich gar nichts über irgendwelche konkrete Anlagen lesen, weil ich davon überzeugt bin, dass es unzählige erfolgreiche Methoden gibt. Egal ob man dabei nun auf fundamentale Daten oder technisch-mathematische Modelle setzt. Aber ohne Geduld, Disziplin und Durchhaltevermögen wird auch ein auf dem Papier eigentlich erfolgversprechendes System keinen Erfolg haben.

Aus dem Alltag und vor allem aus dem Arbeitsleben sind wir immer irgendwelche Aktivitäten gewohnt, müssen teilweise zwanghaft immer etwas zu tun haben, um uns gut zu fühlen. Selbst wenn es nur die Straße kehren ist. Hauptsache man sitzt ja nicht sinnlos herum und tut übernichts. Aber genau mit dieser Ruhe wird beim Anlegen an der Börse das Geld verdient. Mit Warten. Ich vergleiche das immer mit einem Angler an einem Fluß, der auch viele Stunden auf ein verräterisches Plätschern einer Forelle warten muß.

Es kommt darauf an, den richtigen Zeitpunkt zum kaufen und zum verkaufen zu finden. Im Nachhinein betrachtet kann man auf jedem Kursverlauf ablesen, wann dies genau gewesen wäre. Im jeweiligen Moment jedoch ist das ungleich schwerer. Und hier kommt wieder die genutzte Methode zum tragen. Ein Fan von fundamentalen Daten kommt zu einem anderen Einstiegszeitpunkt, als ein Anhänger der technischen Analysen. Und auch dort gibt es wieder Unterschiede. Kurzsichtige Anleger etwa, die öfter einmal durch ihre Brillen schauen, sehen natürlich auf einem Aktienchart immer etwas anderes oder vielleicht mehr, als Leute, die besser sehen, oder die grundsätzlich nur ohne Brille arbeiten. Wieder etwas anderes ist es, wenn man eher auf die Bilanz oder die Nachrichtenlage eines Unternehmens fixiert ist. Auch dann kommen viele Betrachter zu ganz anderen Erkenntnissen. Auch wenn es sich um diesselbe Aktie oder dasselbe Unternehmen handelt.

Wichtig ist letztlich nicht die Methode, die zum Erfolg führt, sondern der Erfolg selbst. Keine Methode kann an der Börse von sich absolute Zuverlässigkeit behaupten. Die Börsenkurs-Entwicklung hängt schließlich von fast unendlich vielen Faktoren ab, als dass diese von keinem Modell vollständig abgebildet werden können. Dennoch sieht jeder in seinem favorisierten Modell, die erwünschten Kauf- und Verkaufssignale. Und sofern sie auch zutreffen, kann man erfolgreich an der Börse handeln. Selbst Affen sollen schon Erfolge erzielt haben, einzig und allein dadurch mit einem Dartpfeil auf den Kursteil einer Tageszeitung zu werfen und die getroffenen Aktien zu kaufen. Alles in allem gibt es ja nur vier große Effekte an der Börse:
große und kleine Gewinne und große und kleine Verluste. Solange man die großen Verluste vermeidet, kann das Anlegen eigentlich nur erfolgreich verlaufen. Aber auch hier gilt: Das erreicht man nur durch Geduld, Disziplin und Durchhaltevermögen.


1 Kommentar

  1. 1. Sabrina Leiner

    Kommentar vom 9. Mai 2011 um 13:27

    Wenn es ums eigene Geld geht überlegt man sich das ganze sowieso immer zwei wenn nicht sogar drei mal. 😉
    Und ja, ich sehe das auch genauso!
    Wenn man zum Beispiel ein Auto verkaufen möchte und weiss genau bei einem Händler bekommt man nur halb soviel wie von einem Privatkäufer dann ist doch klar das ich das Auto an den Privaten Interessenten verkaufe. Es ist ja schließlich mein Geld und ich bekomme mehr. ;D

    Sabrina L.
    Geld regiert die Welt.

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